Trotz personellen Wechsel: Nordhäuser Boxer wollen „Festung Ballspielhalle“ verteidigen

NSV_Boxen_A1_21-11-2015.inddVorbericht Boxen Bundesliga Nordhäuser SV – BigBoard Prag // Autor: Johann Reinhardt

Mit einem knappen 11:10 Erfolg sind die Nordhäuser Bundesliga Boxer im tschechischen Prag vor knapp drei Wochen erfolgreich in die neue Saison gestartet. Schon am kommenden Samstag kommt es in der heimischen Ballspielhalle zu einer möglichen Revanche, denn erneut heißt der Gegner ab 19:30 Uhr BigBoard Prag. „Natürlich können wir sie nun etwas besser einschätzen. Sie haben uns alles abverlangt und starke Kämpfer in ihren Reihen“, blickt Cheftrainer Andreas Dietrich-Scherfling zurück. Auch NSV-Mannschaftsleiter Michael Döring warnt, schließlich weiß man nicht, welche Sportler die Tschechen noch in der Hinterhand haben. Trotzdem ist die Zielstellung vor heimischen Publikum klar: Der nächste Sieg soll eingefahren werden.

Die Vorfreude auf den Heimauftakt ist den Nordhäuser Verantwortlichen bereits anzumerken. Endlich heißt es in der heimischen Rolandstadt wieder „Let´s get ready to rumble“. Nicht umsonst zählt die Heimstätte der Nordhäuser Boxer zu den Highlights der höchsten deutschen Boxklasse. Die Boxer vergleichen die Unterstützung oftmals mit der „dritten Hand“ im Ring, kann sie doch am Ende den Ausschlag geben, sich bis zum Umfallen zu quälen und doch den Sieg einzufahren. „Es ist fantastisch, wie uns die Fans nach vorne tragen und wir Runde für Runde zu Höchstleistungen getrieben werden. Ich freue mich darauf, wenn die Halle wieder bebt und hinter unserem Team steht. Zuhause zu gewinnen ist einfach das Größte, das habe ich vermisst“, blickt NSV-Dauerbrenner Tobias Tatai voraus.

Personell kann Trainer Andreas Dietrich-Scherfling auf einige der Stützen des Saisonauftakts bauen. So werden Erik Sokolov, Tobias Tatai, Kastriot Sopa, Balázs Bacskai und Vladimir Ivanov auch den Heimauftakt bestreiten und erneut in den Ring steigen. Wechseln müssen die NSV-Verantwortlichen dagegen in den oberen Gewichtsklassen. Im Mittelgewicht bis 76 Kilogramm ersetzt der deutsche Kaderboxer und diesjährige EM-Teilnehmer Denis Radovan den in Prag glücklosen Youngster Ibrahima Diallo. „Denis hatten wir schon in der letzten Saison auf unserer Liste, konnten wir aufgrund von Verletzungen und Abstellungen an den DBV aber nie einsetzen. Nun hoffen wir, dass er zur gewünschten Verstärkung wird“, erklärt Manager Michael Döring. Radovan selbst fiebert seinem Debüt genauso entgegen: „Natürlich freue ich mich auf meinen ersten Kampf und hoffe, dass das Nordhäuser Publikum Spaß an meinem Boxen haben wird. Das Saisonziel ist klar, wir wollen die Meisterschaft gewinnen.“

Notgedrungen tauschen muss Dietrich-Scherfling auch im Halbschwergewicht, da Leon Bunn mit der Nationalmannschaft auf dem Weg nach Finnland ist. Hier steigt der schon in der Vorsaison durch starke Kämpfe überzeugende Pole Mateusz Tryc in den Ring: „Leon als auch Mateusz gehören zu den besten Boxern ihrer Gewichtsklasse und sind beide international erfahren. Ich habe keine Bedenken, dass Mateusz ihn gut ersetzen wird.“

Das Ziel für den Rückkampf gegen die Mannen aus Prag ist klar. Ein weiterer Sieg muss her und dabei, so Döring, darf zuhause gerne der eine oder andere kleine Punkt dazukommen. Babelsberg boxte bereits zweimal gegen Hannover und gewann beide Duelle mit 12:9 sowie 12:8 deutlich. Sie sind schon zum jetzigen Zeitpunkt der erwartet schwere Konkurrent im Kampf um den Meistertitel. „Wenn es mit der Titelverteidigung klappen soll, dürfen wir uns keinen Ausrutscher erlauben“, mahnt Döring und blickt bereits mit einem Auge auf den nächsten Heimkampf. Gegner dann am 19. Dezember in der Ballspielhalle: Motor Babelsberg. „Wie in der Vorsaison liegt der Schlüssel zum Erfolg erneut darin, in den Heimkämpfen ungeschlagen zu bleiben.“

Der Kartenvorverkauf für den ersten Heimkampf gegen BigBoard Prag ist bereits in vollem Gange. Die Tickets zum Preis von 10 Euro sind bei Döring Bauelemente in der Hesseröder Straße 60 in Nordhausen erhältlich. Auch an der Abendkasse werden noch Karten verfügbar sein. „Wir hoffen wieder auf über 1000 Zuschauer“, so Döring.

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